Die Rinderherde des Geryon

 

Ein gemeinsames Streben bedeutet nicht das Verfolgen gemeinsamer Ziele.

 

Mit Heras Hilfe stellte Eurystheus Herakles die zehnte Aufgabe: Er sollte die Rinderherde des Riesen Geryon rauben. Geryon war ein Sohn des Chrysaor und hatte drei an der Hüfte zusammen gewachsene Oberleiber und somit drei Köpfe und sechs Arme. Er trug drei Helme und drei Schilde, die nahezu undurchdringbar waren. Seine außergewöhnlich schönen Rinder wurden vom zweiköpfigen Hund Orthos bewacht, ein Kind der Echidna. Als Herakles die Herde erreichte, fiel Orthos ihn sofort an, doch Herakles schwang seine Keule und tötete das Ungetier. Hastig wollte er die Rinder auf sein Schiff laden, doch da kam Geryon wutentbrannt auf ihn zugestürmt. Geistesgegenwärtig schoss Herakles sofort einen Pfeil ab, traf einen der drei Köpfe und tötete damit den ersten der Leiber des Riesen. Geryon versuchte Herakles mit den zwei übrigen Leibern zu bekämpfen, doch der schlaffe, tote Leib behinderte die anderen beiden. Herakles erschlug die beiden anderen mit seiner Keule und brachte die Rinder zu Eurystheus.