Hades

Der Hunger der Menschen in verschiedenen Teilen der Welt rührt daher, dass viele von uns viel zu viel mehr nehmen als sie brauchen.

Mahatma Gandhi

Als die Welt zwischen den drei ältesten Brüdern unter den Göttern aufgeteilt wurde, fiel Hades die Unterwelt zu. Ein Gericht entschied über den Weg, welche eine tote Seele nehmen musste. War der Mensch tugendhaft im Leben gewesen, wartete Elysium auf ihn, ein Land von nie endenden Spielen und Musik. Den Bewohnern stand es frei, wiedergeboren zu werden. Waren sie im Leben jedoch böse gewesen, mussten sie ewige Qualen in den Straffeldern des Tartaros erdulden. Jene Menschen, die weder gut noch böse waren, sollten sie im Tod auf den Asphodelischen Feldern ausharren. Ein Ort, an dem Helden und unbedeutende Seelen sinnlos umherirrten. Hades herrschte in seinem Palast über die Toten und Verdammten als König. Er ließ keine Seele freiwillig aus seinem Reich entkommen und nur wenige kehrten lebend zurück. Oberhalb der Erde hatte er nur wenig Besitztümer, sein Reichtum lag in allen Edelsteinen und Schätzen, die in der Erde verborgen lagen. Aber sein wertvollster Besitz war der Helm der Unsichtbarkeit, den er für ihre Freilassung von den Zyklopen erhalten hatte. Nur selten verließ Hades die Unterwelt und wusste so nur wenig von den Geschehnissen auf der Erde. Einzig wenn die Menschen Verwünschungen in den Boden schrien, konnte er Einblick erlangen.