Hera

In der Eifersucht liegt mehr Eigenliebe als Liebe.

François de La Rochefoucauld

Hera und Zeus stritten unaufhörlich und hatten nur zwei gemeinsame Kinder:  Ares und Hebe. Zeus ständige Untreue brachte Hera, die Göttin der Familie und der Ehe, zur Weißglut. Die unzähligen Geliebten ihres Gatten verfolgte sie und sandte ihnen Böses. So einst Kallisto, die Hera in einen Bären verwandelte, weil Zeus sich mit ihr vergnügt hatte, sie ließ schließlich von Artemis jagen und töten. Zeus‘ Sohn Herakles sandte sie zwei Schlangen in die Krippe, die ihn töten sollten, doch das Kind erstickte die Schlangen. Hera war den Helden jedoch auch manchmal positiv gesonnen. So half sie den Argonauten auf ihrer Reise, da Iason sie einst über einen Fluss getragen hatte, als sie ihm als alte Frau erschienen war. Hera hatte hierbei aber einen listigen Hintergedanken: Pelias hatte seine Stiefmutter vor dem  Altar der Hera ermordet und ihn so entweiht. Fortan  trachtete die Göttin nach Rache. Sie benutzte Iason als  Mittel, um Medea nach Iolkos zu holen. Dort brachte diese die Töchter des Pelias dazu, ihren Vater zu töten.