Pandora

Gibt es einen größeren Fehler, als sich der Fehler anderer Menschen bewusst zu sein?

Khalil Gibran

Pandoras Geschichte beginnt mit der Erschaffung der Menschheit. Der Vater der Menschen ist Prometheus. Er erschuf den Menschen aus der Asche von Titanen und Zeus’ getöteten Sohn Zagreus, vermischte sie mit Wasser und formte daraus ein Ebenbild der Götter. Prometheus liebte die Menschen und lehrte sie vieles. Zeus jedoch, wollte die Menschen aushungern lassen, indem er große Tieropfer von ihnen forderte. Prometheus aber wusste eine List. Er häufte die Knochen und Innereien eines Tieres aufeinander und bedeckte sie mit Fett. Das beste Fleisch jedoch packte er in den hässlichen Magen des Tieres. Zeus sollte nun wählen, welchen Teil der Tiere er zum Opfer forderte und entschied sich für die unverwertbaren Knochen. Nun wusste der Mensch aber nicht, wie man das Fleisch verzehren sollte und Prometheus stahl das Feuer vom Olymp und gab es den Menschen. Zeus war sehr erzürnt darüber und schaffte ein neues Übel. Von Hephaistos ließ er ein Scheinbild einer schönen jungen Frau erschaffen. Athene gab ihr Verstand, Hermes lehrte sie das Sprechen und Aphrodite verlieh ihr allen nur möglichen Liebreiz. Pandora war ihr Name. Sie wurde auf die Erde geschickt und zu Epimetheus, dem arglosen Bruder des Prometheus und König der Menschen, gesandt. Prometheus hatte seinen Bruder bereits gewarnt, kein Geschenk von den Göttern anzunehmen, aber Pandoras Erscheinung war unwiderstehlich. Vor Epimetheus öffnete Pandora das Geschenk der Götter, eine Büchse und alle Übel kamen frei und überfielen die Menschheit, welche zuvor noch frei von Krankheiten gelebt hatte. Als letztes blieb noch die Hoffnung in dem Behälter, und Pandora schloss ihn bevor sie entweichen konnte. Prometheus wacht seit jeher über die Hoffnung und seine Geschöpfe bekommen nur in kleinen Teilen davon zu spüren, denn auch pure Hoffnung kann zu Schaden führen.