Skylla und Charybdis

Manchmal hast du nur die Wahl zwischen zwei falschen Entscheidungen.

Peter Hohl

Auf seinem Heimweg von der Insel Aiaia, kam Odysseus an einer Meerenge vorbei. Dort hausten an zwei riesigen Felsen zwei Meeresungeheuer. Am größeren der beiden Felsen wohnte Skylla. Einst ein junges, bildhübsches Mädchen und Tochter eines niederen Flussgottes. Sie verliebte sich in einen Mann, der seinerseits Begierde von Circe war. Sie war eifersüchtig auf die junge Skylla und vergiftete so das Meerwasser, in dem die Schöne zu baden pflegte. Von nun an war sie entstellt: aus ihrem Unterleib wuchsen sechs Hundeköpfe und zwölf Hundebeine. Der Wahnsinn packte Skylla und fort an holte sie mit ihren Fangarmen unvorsichtige Seefahrer von ihren Schiffen. An dem kleineren Felsen wohnte Charybdis. Sie war eine Tochter des Poseidon und einst ein gefräßiges Weib. Sie fraß die Rinder des Herakles und wurde deshalb von Zeus mit einem Blitz ins Meer verbannt. Ihre Gefräßigkeit behielt Charybdis bei und deshalb saugt sie drei Mal täglich das Meerwasser ein und speit es dann mit monströser Gewalt wieder aus. Bei der Fahrt durch die Meerenge konnte ein jeder Seefahrer entscheiden, welchem der beiden Übel er näher kommen wollte.